Rasse
Cocker Spaniel
Alter
7 Jahre
Geschlecht
männlich
Kastriert
Ja
HD
Nein
Krankheiten
Ja
Reinrassig
Ja
Scoville ?

Koko stammt aus Bulgarien und wurde dort wegen eines Beißvorfalls im Tierheim abgegeben. Von dort übernahm ihn eine Tierschützerin und in Folge eine zweite Pflegestelle, was aber mit den vorhandenen Hunden nicht funktionierte.

Dazu war er schwierig zu händeln und neigte zu aggressivem Verhalten. Er befindet sich nun in Thüringen in einer Hundepension, wo mit ihm gearbeitet wird und es lässt sich Folgendes zu ihm sagen: Er ist ein selbstbewusster, kleiner Hund, der gelernt hat, sich mit seinen Zähnen durchsetzen zu können. Passt ihm etwas nicht, explodiert er förmlich und rutscht dabei nicht selten in einen Wutanfall. Anfangs war seine Impulskontrolle fast Null, kleine Dinge (ein Stock auf dem Weg, wo er nicht ran kam, Futter auf dem Tisch, wo er nicht hin darf) reichten aus, dass er wütend um sich schnappte und sich schwer wieder beruhigen konnte. Das hat sich sehr verbessert, er bekommt nur noch selten solche Attacken, wenngleich es wahrscheinlich niemals so sein wird, dass er gar nicht mehr diskutiert.

Koko ist lustig und anhänglich, er wickelt sein Gegenüber schnell um den Finger, das macht es aber auch gefährlich, weil sich viele Menschen von dem kleinen süßen Spaniel verzaubern lassen und nicht den Hund in ihm sehen, der er ist. Ein gestandener Jagdhund, der bereit ist, seine Wünsche durchzusetzen und seine Anhänglichkeit binnen Sekunden verliert, wenn etwas nicht nach seiner Nase geht. Wenn man sich aber davon nicht beeindrucken lässt und ihm seine Grenzen konsequent aber fair aufzeigt und Durchhaltevermögen!!! hat, ist er ein lustiger Begleiter.

Man muss ihm zu Gute halten, dass er genauso schnell, wie er explodiert, auch wieder „normal“ ist, ein echter Mr Jekeyll also :-). Bei uns läuft er in der Gruppe, er akzeptiert unsere Hunde und lebt in friedlicher Koexistenz mit ihnen, es gab in der Vergangenheit aber Hunde, die er mobbte und attackierte.

Hier konnten wir das bisher nicht beobachten, im Gegenteil, er kann sich sehr gut zurück nehmen.

Ein großes Problem wollen wir aber nicht verschweigen, Koko kann sehr schlecht alleine bleiben. Früher war sein Verhalten so schlimm, dass er sich selbst verletzte und stereotyp am Boden kratzte, sobald er allein sein sollte. Das führte soweit, dass seine ganze Pfote stark entzündet war und seine Fußknochen Schaden davon nahmen. Das ist besser geworden, dennoch sollte er im neuen Zuhause nicht lange alleine sein. Ausserdem hat Koko eine Mitralklappeninsuffizienz und benötigt sein Leben lang Herzmedikamente sowie ein Lefzenekzem, was mit Salbe behandelt werden muss und stark müffelt.

Koko ist sehr gerne draußen, er liebt das Wasser und ist sehr unternehmungslustig. Er kennt das Tragen des Maulkorbes und sollte ihn gerade in der Anfangszeit dauerhaft tragen.

Kleine Kinder sollten keinesfalls im neuen Haushalt leben. Ideal wären Menschen, die seinen Charakter ein Stück weit akzeptieren, sich von Wutanfällen nicht aus der Ruhe bringen lassen, ihm fair seine Grenzen aufzeigen und insgesamt besonnen mit ihm umgehen. Ein ländlichen Zuhause, wo er nicht viel alleine sein muss und vielleicht sogar einen souveränen Zweithund hat, der ihm gewachsen ist, wäre ideal.

asd